- AUSVERKAUFT -
Bodo Wartke
- Noah war ein Archetyp -
Nach dem Bodo Wartke bereits zwei Mal in in der Kneipe Öx in Frankershausen aufgetreten ist, präsentiert der Gewinner der letztjährigen Zuschauerabstimmung nun das Beste aus seinen bisherigen Programmen. In 1998 hat Wartke sein erstes Abendfüllendes Programm „Ich denke, also sing‘ ich“ Uraufgeführt. Seit dem tourt er mit diesem, und seinen folgenden Programmen sehr erfolgreich durch Deutschland.
"Ich denke, also sing´ ich" könnte durchaus als Warnung verstanden werden. Denn Bodo Wartke macht vor nichts Halt, kennt keine Gnade, kehrt Innerstes nach außen und misst jeden auch noch so tiefen Abgrund akribisch aus. Nicht, dass ihm dabei nichts heilig wäre! Stets bleibt die Würde seiner Figuren unangetastet. Das macht auch die ruhigen und nachdenklichen Stücke so glaubhaft, Lieder, in denen Bodo Wartke sich in die Subjekte seiner Beobachtungen hineinstiehlt, ohne die Grenze zur Sentimentalität zu verletzen.
In 2003 wurde das zweite Programm „Achillesverse“ uraufgeführt: Bodo Wartke singt lieber wieder überwiegend Lieder über Liebe. Und das tut er auf unterschiedlichste Weise: mal ausschließlich auf weißen Tasten, mal mit tiefschwarzem Humor, mal einfühlsam und tiefsinnig, mal auf Finnisch. Bodo Wartke gibt Kunde vom Dilemma des Vampirs, der seine Liebste stets an seine Blutsucht verliert, er steppt und stolpert über die Hinterlassenschaften der Berliner Fauna auf dem Trottoir, verliebt sich in die Tochter eines Schönheitschirurgen und erklärt den Zusammenhang zwischen Schiller und der GEZ. Das Ganze kommt mit wogender Klavierbegleitung, ohrwurmstichigen Melodien und virtuosem Wortwitz daher – Klavierkabarett in Reimkultur. Bodo Wartke zeigt die Schwachstellen der vermeintlich Starken und beweist, dass man lustig sein kann, ohne sich über andere lustig zu machen. Der einzige, der bei ihm ausgelacht wird, ist er selbst.
In seinem neuesten Programm „Noah war ein Archetyp“, dass er seit 2006 aufführt, präsentiert sich Bodo Wartke mal als charmanter Conférencier, dann als virtuoser Pianist, der uns zeigt, wie Mozart wohl komponiert hätte, wäre der Boogie Woogie schon erfunden gewesen, sowie als Geschichten erzählender Chansonnier. Die stimmigen Bilder, die Bodo Wartke in seinen Geschichten findet – genau beobachtet und in klar gezeichneten Details - zeigen seine Liebe zur Sprache, die Freude am Reimen und ein Gespür für den authentischen Moment.
Ob humorvoller Gedichtvortrag, wie das mit Augenzwinkern vorgetragene Lamento des geplagten Dichters darüber, dass der Name seiner Freundin sich einfach nicht reimen will oder die leise Ballade an die in der Ferne weilende Geliebte, es sind persönliche Einladungen des Klavierkabarettisten, die Welt mit seinen Augen zu sehen. Eine Welt, in der es vergessene Schätze zu entdecken gibt, wie das geheimnisvolle Kompositionsprinzip der 12-Ton-Musik, in das uns Bodo Wartke mit Hilfe einer musikalisch untermalten Alltagsszene kompetent und anschaulich einführt und ganz nebenbei noch eine liebevolle Hommage an Loriot zaubert.
Hängnichrum präsentiert diese Veranstaltung in Kooperation mit dem Kulturforum und dem Stadtmarketing Bad Sooden-Allendorf. Die Veranstaltung findet in der Kultur- und Kongresszentrum in Bad Sooden-Allendorf (Anfahrtsbeschreibung) statt
Samstag, 29.05.2010 - 19:30 Uhr
Vorverkauf: 15 € /11 € (ermäßigt) zzgl. VVK-Gebühren
Abendkasse: 18 € / 14 € (ermäßigt)
Die Veranstaltung ist bereits ausverkauft. Auch an der Abendkasse sind keine Karten mehr erhältlich.
Bodo tritt am 02. Juni 2010 auch in Vellmar im Rahmen des "Sommer im Park" auf. 
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