Holger Paetz ist ein sprachvirtuoser Kabarett-Literat. Der “Buster Keaton des Wortes” textet haarspalterisch abstrus, reibt sich an bildreichen Formulierungen und unterlegt das Ganze mit einer misanthropisch-melancholischen Grundstimmung. Trocken, mit Anflügen von schwarzem Humor räsoniert Paetz über Politisches und Alltägliches, defloriert Tabus und zerstückelt brisante Themen nachhaltig. Als schräger Song-Poet mit virtuoser Gitarrenbegleitung produziert er mit seinen Liedern veritable Ohrwürmer.
In seinem aktuellen Programm „ Auch Veganer verwelken“ widmet sich Holger Paetz drängenden Fragen zu diesem Thema, die sonst keiner stellt:
Ist denn ein pures Blätterfresser-Leben überhaupt noch lebenswert? Und wieso gibt es so wenig Alkohol aus Fleisch? Was will uns das Tier damit sagen? Ist ein Vegetarier in der CSU überhaupt denkbar? Und wenn, darf man ihn zur Kommunion lassen? Ist die Metamorphose, in die das Rind sich schickt – in dem es Grass frisst und als Lende endet – nicht Ausdruck religiöser Wandlung? Versündigt man sich nicht wider die Schöpfung, wenn man die Wurst verschmäht? Und wo schmiert der Blätterfresser den süßen Senf drauf? Und mal ganz ehrlich: Alle gefährlichen Lebensmittel sind doch voll aus Pflanze! Heroin, Kokain. Und Wodka wird nur selten aus Rindfleisch gekeltert. Ist Trunkenheit nicht auch Tierschutz?
Pressestimme
„Köstlich, wie Paetz per Rollenspiel seine gar seltsamen Erfahrungen bei Vegetarier-Messen (“Sie müssen dringend rüber in den basischen Bereich!”), abendlichen Essenseinladungen und Metzgereibesuchen erzählt, wenn er nach ausgebrannter Ruine schmeckende Fake-Landjäger probiert und dann doch voller Scham und Gier eine Leberkässemmel verschlingt. Am Ende gründet er gar die “Christliche Soja Union” und entlässt sein Publikum bestgelaunt und nachhaltig sensibilisiert.“ (Badische Zeitung)