18. April 2009 Drucken

Carmela De Feo

- La Signora „Sei mein“ -

Bild Carmela de feo

Sie ist der heißeste Flirt seit der Erfindung des Akkordeons. Und sie weiß, was sie will.

Wenn La Signora auf Partnersuche geht, werden Mann die Beine weich. Sexy Haarnetz, schwarze Bluse, schwarzer knöchellanger Rock und der unverwechselbare Schönheitsfleck auf der Wange - so heiß wie diese modische Offenbarung war zuvor nur Marilyn Monroe.

Gnadenlos umschwärmt sie Akkordeon spielend und singend die begehrten Testosteron-Träger: Sei mein, mein Sein, das Unmögliche wird möglich, das Mögliche unmöglich - diese Venus bringt alles und jeden um den Verstand.

Es gibt kein Entkommen, denn La Signora ist unerbittlich, geht dahin, wo es weh tut, mitten ins Publikum und zeigt dabei das Schönste, was sie zu bieten hat: Dürre, käseweiße Schienbeine.

„Man nennt mich La Signora, und ich bin eine Frau“, diese Aussage umfasst die ganze Schlichtheit ihres Seins. Allein damit versteht es das Italo-Girl aus Oberhausen-Alstaden, das Publikum zu einer fantastischen Reise ins Reich der Vorstellungen zu entführen. Holzstuhl und Akkordeon, mehr braucht die Bühnen-Puristin nicht, um die vor Hitze flirrenden Strände von bella Napoli in der Fantasie der Zuschauer lebendig werden zu lassen. Dass sie in Liebesdingen immer wieder scheitert, lässt die resolute Verführerin nicht verzweifeln. „Ich will geknackt werden“, ruft die Venus, und schon geht es auf dem Rücken von Hippocampus Hans-Dieter, ihrem kongenialen Gespielen, auf in eine surreale Welt. Kein Zweifel, diese Frau ist vollkommen unverfroren und hat auch noch Spaß dabei.

Ob Männlein oder Weiblein, der Zuschauer kann sich dem geballten italienischen Charme nicht entziehen, schließlich wartet noch ein tiefgängiges Finale bei der abgefahrensten Bräutigam-Schau seit Jahren. Typisch La Signora eben: Langweilig wird es mit dem Akkordeon spielenden Wirbelwind garantiert nie.

Pressestimmen:

„... hinreißend - hässlich, schön - scharf, betörend - bollerig und überhaupt alles in allem wunderbar - wandelbar.“ - NRZ

„Diese Frau (und einen Abend mit ihr) vergisst man nicht.“ - WAZ

„Klein, schwarz, stark.“ - NRZ


Samstag, 18. April 2009 - 20:30 Uhr
Eintritt: 12 € / 8 € (ermäßigt)

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