Samstag 23. Februar 2013 Drucken E-Mail

Sven van Thom

Bild Sven van Thom

- Ach! -

Nach seinem letzten Album "Phantomschmerz" veröffentlicht Sven van Thom nun nach drei Jahren sein neues. Es trägt den  Namen "Ach!".

Wie gewohnt hangelt sich der kleine Berliner gekonnt von der Melancholie zur gelegentlichen Albernheit. Traurigkeit und Witz gehen dabei oft Hand in Hand. Songs wie "Haare aus deinem Gesicht" und "So schlimm ist es nicht" beschreiben aufs Neue van Thoms Lieblingsthema: Die alte neue Geschichte der unerfüllten Liebe.

 

 

Bei Sven van Thom geht es vor allem um schöne, harmonische Songwriter- Musik mit ausgemalten Arrangements. Die Gitarre ist immer  zu hören, es rumpeln aber gelegentlich auch Bass und Schlagzeug, hin und wieder klingelt die Mandoline, rumpelt das Banjo, singen im Hintergrund Frauenstimmen oder es weint das Cello.

Eine krachige Gitarrenwand überrumpelt die Zuschauer am Ende von "Was ich hab" – einem Song, der ausnahmsweise mal ohne Ironie daherkommt und das Seelenleben eines Menschen erzählt, der alles zu haben scheint und doch kein Glück findet. Ein zentrales Thema zieht sich wie ein roter Faden durch die neue Platte: Die Erinnerung. Schon das Lied "Irgendwann" ist ein Hochgesang auf die Nostalgie "Und irgendwann werden wir uns einmal fragen: 'Erinnerst Du Dich noch, wie schön es war?'", heißt es da im Refrain.

Der Höhepunkt ist wohl "Ich hab geweint, ich hab gelacht" - ein Lied, das van Thom eigentlich für den Country-Barden Gunther Gabriel geschrieben, ihm jedoch nie geschickt hat. Nun erscheint es auf Sven van Thoms eigener Platte. Und mal ehrlich: Mit dieser sonoren Stimme klingt der Song so, als wäre er nie anders gedacht gewesen. Die ruhige, tiefe Stimme des Mitte-Dreißig-Jährigen van Thoms gibt dem Lied genau die Ernsthaftigkeit, die es verdient hat.


Musikalisch bewegen sich die Lieder im gewohnt verspielten Rahmen zwischen Singer/Songwriter-Pop, Folk und Country aber auch mal einen zurückgelehnten Elektro-Beat mit schrulligem Poser-Gitarrensolo.

 

 

 

 

Pressestimme:

"Das Wort Entertainment könnte im Duden auch durch seinen Namen ersetzt werden .... er ist ein Fürst guter Laune“ (RCNmagazin)

 


Samstag, 23.02.2013 - 20:30 Uhr
Eintritt: 13 € / 9 € (normal/ermäßigt)

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