Samstag 27. Oktober 2012 Drucken

Hans Krüger

Bild Hans Krüger

- Krüger Nationalpark -

Nur eines Schuhs und einer Ansammlung von Fliegerbrillen bedarf Hans Krüger, um eine abstruse Ostberliner Geschichte zu erzählen, die mit einer verschimmelten Badehose beginnt, in einem Baumarkt Zwischenstation macht und schließlich eine dreiviertel Stunde später über den Wolken in einem selbstgebastelten Flugzeug ihrem Höhepunkt entgegen deliriert.

Hans Krüger ist Schauspieler, Puppenspieler, Komiker, Puppenspieldozent an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin, war der Lehrer von Rainald Grebe, ist Flieger, körperbetont, eine Art Shantysänger und sein Holzfeuerwerk ist ein Meilenstein in der Geschichte der mechanischen Pyrotechnik. Aber vor allem ist er ein Knaller, meisterlich im Erzählen.

 

 

Bild Hans Krüger

Was es mit einem Holzfeuerwerk auf sich hat? Mit einem Feuerwerk ist das ja so eine Sache: dadurch entsteht nicht nur viel Freude sondern auch viel Leid. Raketen und Kracher lösen Brände aus und sorgen für folgenschwere Unfälle. Abgerissene Körperteile, Arme - Beine, abgesengte Frisuren, Nasen, Ohren. Rauchvergiftungen, ausgebrannte Wohnungen und Häuserzeilen.

Damit ist jetzt Schluss! Ich habe mir einen Kopf gemacht und das erste alternative mechanische Holzfeuerwerk entwickelt. Ein Ökofeuerwerk ganz aus Holz: Knallerbsen, Raketen, Knaller, Riesensonne, das Superufo „Tornado“, die Doppelsonne, der Spiralnebel „Galactica“ und der Komet „Lothar Wyczorek“ - alle aus Holz. Wood, Bretter, kleine Leisten!!! Ein Meilenstein in der Geschichte der mechanischen Pyrotechnik: stinkt nicht, kracht nicht, knallt nicht! Mein Feuerwerk kann in geschlossenen Räumen abgefackelt werden: im Wohnzimmer, Bad, Veranda, Besenkammer und im Sitzen. Silvester brauchen wir nicht mehr raus in die Kälte. Nein, in der schönen warmen Wohnstube bewundern wir unser prächtiges Silvesterfeuerwerk aus heimischen Hölzern.

Was da abgeht, ist mit Worten nicht mehr zu beschreiben, muss man gesehen haben, muss man dabei gewesen sein. Hinkommen, staunen, klatschen.



Pressestimme:

Das Szenario, das der Multikabarettist da mit einfachsten Mitteln und mit Hilfe seiner körperbetonten Brachial-Erzählkunst in unseren Köpfen entfacht, ist furios. (Der Tagesspiegel)


Samstag, 27.10.2012 - 20:30 Uhr
Eintritt: 13 € / 9 € (normal/ermäßigt)

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